Unsere West Coast Swing – Abteilung und ihre Trainer Marion, Ken, Joscha und Matthias beweisen uns inzwischen seit einem Jahr, dass mit ihnen stets zu rechnen ist, dass sie mit Sicherheit die besten Parties feiern können und dass immer wieder etwas Neues erfunden werden kann. Ihre Motivation ist die Schaffung einer großen West Coast Swing – Szene in Kiel. Und sie sind wohl schon bald am Ziel! Und wir sind dankbar mit dabei!

Schon im Mai kam die Idee auf, einen West Coast Swing Festivaltag mit internationaler Beteiligung durchzuführen. Am Nachmittag des vierten Samstags im September war es soweit. Es gab Workshops für fortgeschrittene Leader und Follower, einen Schnupperworkshop für Neueinsteiger, erstmals einen Breitensportwettbewerb Jack’n’Jill für alle Paare und natürlich eine der legendären Tanzparties, die dank bestem Spätsommerwetter mit einem Grillabend beginnen konnte.

Mit Maria Elizarova und Semion Ovsiannikov aus St. Petersburg konnten für die fortgeschrittenen Levels perfekte Trainer gefunden und engagiert werden. Natürlich verursachen Profitrainer aus Russland auch schon entsprechende Kosten, was sich im Startgeld nieder schlug, aber am Ende der Workshops wusste jeder, dass es gut investiertes Geld war. Mit Gefühl und tollen Techniken gestalteten beide den Nachmittag und brachten alle ein großes Stück vorwärts. Die Paare kamen natürlich überwiegend aus unseren eigenen Gruppen. Für sie war der Workshop ja auch gemacht. Aber auch Gastpaare aus Bayern, Polen, Dänemark, Frankreich und natürlich aus der Hamburger Ecke genossen den Tag in Kiel.

Gegen acht am Abend waren alle Levels geschafft. Die Tänzerinnen und Tänzer waren spürbar ausgepowert und vor allem hungrig. Der Grill hatte zum besten Zeitpunkt alles fertig. Ganz neu bei uns war allerdings der Umstand, dass es erstmals fast nicht gereicht hätte und noch auf die Schnelle zumindest etwas Salat nachgekauft werden musste. Ganz offensichtlich war es wohl anstrengend…

Während die hungrigen Workshopteilnehmer sich am Grill stärkten, einige sogar schliefen, zumindest aber das Essen recht ruhig im Saal 1 genossen, füllte sich der Saal 4 mit 50 neuen Gästen, die beim kostenfreien Schnupperworkshop den West Coast Swing kennenlernen wollten. Und sie hatten richtig Spaß! Am Mittwoch, den 1. November starten unsere Trainer mit einer neuen Anfängergruppe. Ein Schnupperworkshop ist natürlich die beste Werbung. Der Workshop war so gut, dass einige Teilnehmer noch am Abend unserem Tanzverein beitraten, obwohl das Angebot erst nach den Herbstferien startet. Das haben wir tatsächlich auch noch nicht erlebt.

Zum bereits fortgeschrittenen Abend begann die Party und durch Partygäste aus dem Hamburger Raum wurde es noch voller. Zu keinem Zeiptunkt blieb die Tanzfläche leer, und das Schöne am West Coast Swing ist, dass jeder wirklich mit jedem tanzt. Gegen drei am Morgen trafen die letzten Partygäste dann sogar tatsächlich noch auf die heimkehrenden Hip Hoper von JaNE, deren Reisebus zu der späten Stunde die Formation von ihrem Turnier in Wesel heimbrachte.

Noch vor Mitternacht begann aber die Jack’n’Jill – Competition, ein Breitensportwettbewerb der etwas anderen Art, welchen wir im Tanzspiegel sogar ausgeschrieben hatten. Für die Gewinner wurde ein Kiel Pokal als Preis ausgelobt. Getanzt wurde in der Vorrunde und in der Endrunde jeweils drei Mal West Coast Swing zu unterschiedlicher Musik zur Bewertung durch fünf Wertungsrichter. Immerhin 19 Paare haben sich zum Wettbewerb angemeldet. Soweit für uns alles normal und alles bekannt. Das besondere am Jack’n’Jill ist jedoch, dass jeder Tänzer einzeln bewertet wird und dass die Paare zumindest in der Vorrunde und vor dem ersten Tanz im Finale zunächst gewürfelt werden. Da liegt dann natürlich ein besonderer Überraschungseffekt im Detail. Damen und Herren stehen in einer langen Reihe voreinander, ein großer Schaumstoffwürfel wird geworfen, entscheidet zwischen 1 und 6 und um genau die Zahl rücken alle Damen einen Herren weiter. Ein Heidenspaß! Ich persönlich bin ja davon überzeugt, dass man Standard- und Lateintänzer damit das Fürchten lernen könnte. Aber genau das ist im West Coast Swing so herrlich normal und selbstverständlich.

Weit nach Mitternacht war der Wettbewerb entschieden. Zuvor tanzten Maria und Semion noch eine Show unter kräftigem Applaus. Neun Paare hatten sich für das Finale qualifiziert. Den dritten Platz ertanzten sich Christina Visser und Theo Nerdal. Auf Platz zwei landeten Svea Lucht und Christian Wolf. Beide Paare stammen aus unseren WCS-Gruppen. Sieger und damit Kiel Pokal – Träger wurden das gemischte Team Nicole Wagner von Tanzen in Kiel und Christian Kaller aus Berlin.

Marion Pezenburg hatte jedoch noch zwei weitere selbstgemachte Preise zu vergeben. Diese bekamen den Titel „Social Award“. Die Preise gingen an die beiden fleißigsten Tänzer des Abends, die eigentlich dauerhaft auf dem Parkett blieben. Ausgezeichnet wurden Florian Brüderle und Nicole Lahmann.

Im Anschluss wurde dann weiter gefeiert bis spät in die Nacht.

Kategorien: Über uns

Joscha

Joscha ist einer der Trainer für West Coast Swing in Kiel. Er schleppte den WCS vor etwas mehr als 5 Jahren nach Kiel und ist somit quasi unser Patient 0. Neben dem Parkett trefft ihr Joscha auch als Moderator und Zauberkünstler.

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